Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) hat mit newen eine branchenübergreifende Infrastruktur zur Abwicklung des Nutzungsendes von Büroausstattung gestartet. Die digitale Plattform ermöglicht es Unternehmen, Möbelbestände zu erfassen, in den Markt zurückzuführen und ihre Weiterverwendung sowie Verwertung zu dokumentieren.

„Mit newen schaffen wir einen gemeinsamen Branchenstandard für den Umgang mit Büroausstattung am Ende ihrer Nutzung, der Unternehmen Planungssicherheit gibt und gleichzeitig Ressourcen länger im Kreislauf hält“, sagt IBA-Vorsitzender Helmut Link.
Strukturierter Prozess statt Einzelabwicklung
newen verbindet Hersteller, Handel, Aufbereiter und Verwerter in einem digitalen Prozess. Unternehmen melden ihre nicht mehr benötigten Büromöbel über die Plattform. Anschließend werden die Produkte zunächst den jeweiligen Herstellern angeboten. Nicht übernommene Bestände gelangen anschließend nach klaren Regeln an registrierte Partner und Marktteilnehmer. Erst wenn eine Weiterverwendung nicht möglich ist, erfolgt die stoffliche Verwertung.
So wird der gesamte Übergang transparent dokumentiert. Unternehmen erhalten eine nachvollziehbare Nachweisführung über den weiteren Verbleib ihrer Ausstattung. „Bislang bedeutete eine Büroauflösung für viele Organisationen hohen Abstimmungsaufwand mit unterschiedlichen Dienstleistern und unklare Dokumentation“, erklärt Helmut Link. „newen macht daraus einen strukturierten Prozess mit klaren Verantwortlichkeiten und verlässlichen Daten.“
Mehrwert für Unternehmen und Branche
Durch newen erhalten Unternehmen einen zentralen Ansprechpartner für Planung, Organisation und Dokumentation bei Standortveränderungen. Gleichzeitig profitieren Hersteller und Handel von höherer Transparenz im Zweitmarkt und besseren Möglichkeiten zur Aufbereitung und Wiederverwendung. Darüber hinaus schafft newen eine gemeinsame Datenbasis über Mengenströme und Nutzungsdauern von Büroausstattung.
Baustein für zirkuläre Arbeitswelten
Mit newen erweitert der IBA seine Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Arbeitswelten um eine operative Umsetzungskomponente. Die Plattform ergänzt bestehende Initiativen zu New Work, Reporting und Digitalisierung um einen standardisierten Ablauf für den Übergang von Büroausstattung zwischen Nutzungsphasen. „Kreislaufwirtschaft braucht nicht nur gute Produkte, sondern funktionierende Prozesse“, so IBA Geschäftsführer Stefan Kokkes. „newen ist der nächste Schritt, um Zirkularität in der Büro- und Arbeitswelt praktisch umsetzbar zu machen.“

