IWG-Daten: Neue Arbeitsmuster beflügeln deutsche Ballungsräume

Neue Daten zur Büroanwesenheit der Plattform für hybride Arbeitsflächen, International Workplace Group (IWG), zeigen deutliche Zuwächse in den Ballungsräumen Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin und München.

Büromitarbeitende nutzen laut den IWG-Daten hybride Arbeitsmodelle, um in vorstädtischen Gegenden zu arbeiten. Abbildung: IWG
Büromitarbeitende nutzen laut den IWG-Daten hybride Arbeitsmodelle, um in vorstädtischen Gegenden zu arbeiten. Abbildung: IWG

IWG misst die Anwesenheit an seinen Standorten anhand täglicher WLAN-Anmeldungen. Das Angebot an Standorten in den Ballungsräumen Berlin und München ist dabei nach Plattform-Angaben um 68 Prozent gestiegen.

Dezentrales Netzwerk gefragt

Die Regionen um München, Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main haben sich zu einigen der gefragtesten Orte zum Leben in Deutschland entwickelt. Dabei nutzen Arbeitnehmer hybride Arbeitsmodelle, um in eher vorstädtischen, regionalen oder ländlichen Gegenden zu leben und zu arbeiten. In mittelgroßen Städten und Vorortzentren nutzen Mitarbeitende zunehmend ein dezentrales Netzwerk flexibler Arbeitsräume. Dieser Wandel ermöglicht es den Mitarbeitenden, von einer professionellen Büroumgebung in der Nähe ihres Wohnorts zu profitieren und gleichzeitig ihre täglichen Pendelzeiten drastisch zu verkürzen.

Um der wachsenden Nachfrage nach lokalem Arbeiten gerecht zu werden, baut IWG sein Netzwerk deutschlandweit weiter aus. Dank seines kapitalarmen Modells, das mittlerweile 95 Prozent der Vertragsabschlüsse in Partnerschaft mit Immobilienbesitzern ausmacht, expandiert IWG: Seit 2025 hat das Unternehmen 82 neue Standorte in Deutschland eröffnet und seit Anfang 2026 weitere 91 Vertragsabschlüsse gesichert, was zu einem 728 neuen Vertragsabschlüssen weltweit beiträgt. Im Rahmen dieses Modells arbeitet IWG mit Immobilienbesitzern zusammen, um flexible Arbeitsräume einzurichten und zu betreiben, was eine rasche Expansion an neue Standorte ermöglicht.

Zuwächse in Vororten

Seit Anfang 2025 wurden in den vier größten Metropolregionen Deutschlands 34 neue Standorte eröffnet, was fast der Hälfte der Gesamtzahl der Neueröffnungen in diesem Zeitraum entspricht. Flexible Arbeitsräume sind besonders in Hamburg beliebt, wo im Zeitraum von Juni 2025 bis Juni 2026 mit einem Anstieg von 40 Prozent die größte Zunahme bei den Besuchen in Arbeitsräumen verzeichnet wurde. Einige der größten Zuwächse waren in Vororten zu beobachten, wobei beispielsweise die Besucherzahlen im Regus Hamburg Hammerbrook um 104 Prozent stiegen.

Frankfurt am Main folgte dicht dahinter mit einem Anstieg von 26,6 Prozent, angetrieben durch zweistellige Zuwächse in Vororten wie beispielsweise Neu-Isenburg mit einem Plus von 51,5 Prozent, während die Metropolregion München einen Anstieg von 15,9 Prozent verzeichnete, der von wichtigen Vorortstandorten wie den Regus-Zentren in Unterföhring mit einem Zuwachs von 246,9 Prozent und Ismaning mit einem Plus von 123,8 Prozent.

Zu den weiteren Standorten mit den größten Besucherzuwächsen zählen:

  • Frankfurt, Regus Darmstädter Landstraße: + 167,0 Prozent
  • Schwetzingen, Regus Carl-Benz-Straße: + 167,0 Prozent
  • Konstanz, Regus Constantia Blue: + 155,7 Prozent
  • München, Regus Neue Messe Riem: + 137,6 Prozent

Diese Zahlen verdeutlichen IWG zufolge, wie flexiblere Arbeitsformen die Geografie der Arbeit neu gestalten, wobei der stärkste Anstieg bei der Akzeptanz dieser Modelle in den großen Ballungsräumen zu verzeichnen ist, die sowohl die zentralen Geschäftsviertel als auch die umliegenden Vororte umfassen.