Umfrage zur Orgatec: Das motiviert Deutschlands Mitarbeitende

Was brauchen Mitarbeitende in Deutschland wirklich, um motivierter und produktiver zu arbeiten? Eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Koelnmesse zur Orgatec 2026 zeigt: Neben dem Gehalt ist für die meisten die Arbeitsumgebung der stärkste Anreiz, sich beruflich mehr zu engagieren.

Die Orgatec findet Ende Oktober 2026 in Köln statt. Abbildung: Koelnmesse GmbH
Die Ergebnisse der YouGov-Studie aus Anlass der kommenden Orgatec zeigen, dass die konkrete Arbeitsumgebung entscheidend für die Motivation ist und das Büro ein wichtiger Ort für produktives Arbeiten bleibt. Abbildung: Koelnmesse GmbH

Laut den Ergebnissen von YouGov für hat die Arbeitsumgebung für 63,5 Prozent der Beschäftigten einen erheblichen Einfluss auf ihre Motivation. Die Daten basieren auf einer Online-Befragung, die vom 1. bis 7. Oktober 2026 unter 518 Mitarbeitenden ohne besondere Führungsverantwortung in Deutschland durchgeführt wurde.

Konkrete Arbeitsumgebung als entscheidender Faktor

Für 71,2 Prozent der Befragten ist ein höheres Gehalt ein Anreiz, sich beruflich stärker zu engagieren oder mehr zu leisten. Damit liegt Geld deutlich vor anderen Motivationsfaktoren. 38,5 Prozent nennen Wertschätzung durch Vorgesetzte, 36,6 Prozent eine angenehme Arbeitsumgebung und 30 Prozent flexiblere Arbeitszeiten.

Neben finanziellen Aspekten spielt die Gestaltung des Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle. So gaben 63,5 Prozent der Befragten an, dass ihre konkrete Arbeitsumgebung, etwa die Bürogestaltung, Ausstattung und Atmosphäre, ihre Motivation eher stark oder sehr stark beeinflusst. Welche Anforderungen Mitarbeitende an ihre Arbeitsumgebung stellen, sind dabei vielfältig: Bei denjenigen, deren Motivation von der Arbeitsumgebung beeinflusst wird, nannten 35,3 Prozent ein angenehmes Raumklima, 34,4 Prozent nennen ergonomische Arbeitsplätze und eine gute Ausstattung. 33,7 Prozent wünschen sich moderne technische Ausstattung und 32,8 Prozent mehr Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten.

Büro weiterhin gefragt

47,7 Prozent der Befragten gaben an, an einem festen Arbeitsort beim Arbeitgeber am besten arbeiten zu können. 21,1 Prozent bevorzugen einen Wechsel zwischen dem festen Arbeitsort und dem Homeoffice. Weitere 17,0 Prozent sehen sich überwiegend im Homeoffice als besonders engagiert, während 8,2 Prozent vor allem wechselnde Arbeitsorte bevorzugen. Damit bleibt der betriebliche Arbeitsplatz für viele Beschäftigte ein wichtiger Ort für motiviertes und produktives Arbeiten.

Weniger Bürokratie statt mehr KI

Für die Befragten beginnt produktiveres Arbeiten vor allem bei den täglichen Abläufen: 31,5 Prozent der Befragten sehen in einer besseren Arbeitsorganisation und effizienteren Prozessen einen der wichtigsten Hebel, um innerhalb ihrer bestehenden Arbeitszeit produktiver zu werden. 26,3 Prozent wünschen sich weniger Bürokratie und unnötige Abstimmungen, 25,9 Prozent nennen weniger Störungen und Unterbrechungen. Eine bessere Führung und schnellere Entscheidungen halten 23,5 Prozent für besonders wichtig; 20,4 Prozent nennen eine bessere Zusammenarbeit im Team. Der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Arbeit wird dagegen lediglich von 8,4 Prozent als einer der wichtigsten Produktivitätsfaktoren genannt.