Orgatec 2026: Sonderausstellung zum Eames Pavilion System

Vom 27. bis 30. Oktober zeigt die Orgatec in Halle 10.2 unter dem Titel „Orgatec 2026 presents the Eames Pavilion System by Kettal in collaboration with the Eames Office“ eine kuratierte Sonderausstellung mit zwei begehbaren Ausführungen des Eames Pavilion Systems.

Auf der Orgatec sind zwei begehbare Ausführungen des Eames Pavilion Systems im Rahmen einer Sonderausstellung für die Besucher zugänglich. Abbildung: Salva Lopez, 2026 Eames Office, LLC. 2026 Kettal, SL
Auf der Orgatec sind zwei begehbare Ausführungen des Eames Pavilion Systems im Rahmen einer Sonderausstellung für die Besucher zugänglich. Abbildung: Salva Lopez, 2026 Eames Office, LLC. 2026 Kettal, SL

„Mit dem Eames Pavilion System präsentiert die Orgatec ein Stück Designgeschichte, das für die Gegenwart neu gedacht wird. Das flexible Baukastensystem, das sich unterschiedlichen Nutzungen und kontinuierlichem Wandel anpassen lässt, knüpft unmittelbar an unser Leitthema ‚From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world‘ an. Diesen Dialog zwischen gestalterischem Vermächtnis, Innovation und den Anforderungen an Räume von morgen wollen wir auf der Orgatec sichtbar machen“, sagt Maik Fischer, Director der Orgatec.

Von den Eames Houses zum Pavilion System

Die Idee anpassungsfähiger Architektur ist tief im Werk von Charles und Ray Eames verankert. Ihre Wohnprojekte aus den 1940er- und 1950er-Jahren, darunter ihr eigenes Zuhause, das „Case Study House No. 8“, heute bekannt als „Eames House“, sowie eine Reihe experimenteller Wohnhäuser mit Stahl- und Holzrahmenkonstruktionen veranschaulichen exemplarisch ihr Verständnis von Architektur als flexiblem Rahmen für zeitgemäßes Wohnen.

An diese architektonischen Prinzipien knüpft das Eames Pavilion System an. Dem Projekt gingen nahezu drei Jahre Forschung und Entwicklung voraus. Unter der Leitung des langjährigen Eames-Office-Mitarbeiters und Designberaters Eckart Maise untersuchte das Eames Office in enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Herstellungsunternehmen Kettal realisierte und nicht realisierte Wohnprojekte von Charles und Ray Eames.

„Wir haben das Eames House nicht als ein Objekt betrachtet, das es zu reproduzieren gilt, sondern als Prototyp eines Systems. Dafür haben wir jedes einzelne Element untersucht und die zugrunde liegende Logik in zeitgemäße Materialien und Produktionsverfahren übersetzt. Unser Ziel war es, diesen technischen Entwicklungsprozess möglichst unsichtbar zu machen und die Klarheit und Modularität des ursprünglichen Entwurfs zu bewahren“, erklärt Antonio Navarro, Creative Director von Kettal.

Entstanden ist ein vollständig industrialisierter, technisch weiterentwickelter und weltweit verfügbarer Bausatz, der die ursprünglichen Prototypen in die Gegenwart überführt und dabei den gestalterischen Prinzipien der Eames treu bleibt.

Die Orgatec präsentiert eine kuratierte Sonderausstellung zum Eames Pavilion System. Abbildung: Salva Lopez, 2026 Eames Office, LLC. 2026 Kettal, SL
Die Orgatec präsentiert eine kuratierte Sonderausstellung zum Eames Pavilion System. Abbildung: Salva Lopez, 2026 Eames Office, LLC. 2026 Kettal, SL

Orgatec zeigt das Eames Pavilion System

Das Eames Pavilion System basiert auf einer kleinen Grundfläche bei maximalem Volumen, einem klaren Raster sowie dem Verständnis von Architektur als anpassungsfähigem System. Wiederholbare Strukturmodule lassen sich mit unterschiedlichen Dachtypen, Fassadenelementen, Verglasungen, Textilien und Zubehör kombinieren. Der modulare Bausatz lässt sich so flexibel konfigurieren und für unterschiedliche Bereiche einsetzen, von Wohnen und Hospitality über Arbeitswelten und Events bis hin zu Retail und Ausstellungen.

Designgeschichte erleben

Neben dem Eames Pavilion System eröffnet die Sonderausstellung auch Einblicke in das architektonische Werk von Charles und Ray Eames. Unter dem Titel „The Eames Houses“ werden auf Basis umfassender Archivrecherchen bislang weitgehend unbekannte Projekte und Materialien aus dem Bestand des Eames Office präsentiert. Historische Entwürfe, Archivzeichnungen, Filme und Fotografien treten dabei in Dialog mit den zeitgenössischen Weiterentwicklungen und ermöglichen den Besuchenden, die Ursprünge hinter dem System näher kennenzulernen.