Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland treffen Kaufentscheidungen zunehmend pragmatisch und nutzenorientiert: Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der imm cologne zeigt, dass Qualität, Langlebigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis heute wichtige Kriterien beim Möbelkauf sind.

Für 96,5 Prozent der Befragten ist die Qualität eines Möbelstücks wichtig oder sehr wichtig. Nahezu gleich hoch bewerten die Deutschen das Preis-Leistungs-Verhältnis (96,3 Prozent) sowie die Langlebigkeit von Möbeln (95,5 Prozent). Möbel werden damit klar als langfristige Investition verstanden. Gleichzeitig halten 48 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis asiatischer Möbel für gut – ein Hinweis darauf, dass auch internationale Produktionsstrukturen längst Teil der alltäglichen Kaufrealität sind.
Neben klassischen Kaufkriterien spielen weitere Anforderungen eine zentrale Rolle: Drei Viertel der Befragten (75,1 Prozent) legen Wert auf Individualisierungsmöglichkeiten. 71,3 Prozent erwarten eine schnelle Lieferbarkeit. Nachhaltigkeitsaspekte beeinflussen die Kaufentscheidung von 65,3 Prozent der Deutschen. Große Stilvielfalt (64,2 Prozent) und zeitgemäßes Design (55,4 Prozent) runden das Anforderungsprofil ab.
Herkunft verliert an Einfluss – Transparenz gewinnt
Der Produktionsstandort spielt dagegen eine geringere Rolle: Nur noch 53,4 Prozent der Befragten bewerten die Herkunft ihrer Möbel als wichtig. 32,3 Prozent verorten ihre Möbel überwiegend in Europa, 22,9 Prozent in Deutschland. 34,6 Prozent kennen die Herkunft nicht. Lediglich 7,2 Prozent gehen davon aus, dass die meisten ihrer Möbel aus Asien stammen.
Dabei ist der deutsche Möbelmarkt laut der amtlichen Außenhandelsstatistik mit einem Importanteil von 59,8 Prozent stark international geprägt: Allein China steht dabei für rund 30 Prozent der Importe und damit für etwa 18 Prozent des Gesamtmarkts.
Die grundsätzliche Offenheit gegenüber internationaler Produktion ist hoch: Mehr als die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) steht Möbeln, die außerhalb Europas hergestellt wurden, aufgeschlossen gegenüber. 44,6 Prozent vermuten bereits heute entsprechende Produkte im eigenen Haushalt. Zugleich glaubt eine Mehrheit, dass Möbel deutlich teurer wären, wenn ausschließlich in Europa produziert würde (59,3 Prozent), und 58 Prozent verbinden besonders günstige Preise primär mit asiatischer Fertigung. Obwohl die konkrete Herkunft für viele der Befragten an Bedeutung verliert, wächst der Wunsch nach Transparenz: 65,3 Prozent der Befragten halten klare Informationen zur Produktionsregion für wichtig.
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