Nachhaltiges Produktdesign: re:think convention 2026 von Nowy Styl

Am 23. April fand am Nowy-Styl-Standort im niedersächsischen Steyerberg die re:think convention statt. Experten aus verschiedenen Bereichen diskutierten über zukunftsfähige Ansätze in der Produktentwicklung. Außerdem wurden die Sieger der re:think design competition ausgezeichnet.

Im Zentrum der Veranstaltung stand eine Paneldiskussion, in der Janine Utsch gemeinsam mit Prof. Dr. Sascha Peters, Antonio Scaffidi, Sabrina Schreiner und Hendrik Busse über aktuelle Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche diskutierte. Abbildung: Nowy Styl
Im Zentrum der Veranstaltung stand eine Paneldiskussion, in der Janine Utsch gemeinsam mit Prof. Dr. Sascha Peters, Antonio Scaffidi, Sabrina Schreiner und Hendrik Busse über aktuelle Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche diskutierte. Abbildung: Nowy Styl

Die re:think design competition wurde von Nowy Styl in wissenschaftlicher Begleitung des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE initiiert. Aufgabe der teilnehmenden Designer war es, innovative Soft-Seating-Konzepte aus nur einem Basismaterial zu erstellen.

Drei überzeugende Konzepte prämiert

Der erste Platz ging an „Lynka“ von Sascha Sartory, Inhaber des Kölner Designstudios Sartory Design. Der Entwurf überzeugte die Jury durch ein modulares System aus Formfilzkomponenten, das mit nur wenigen geometrischen Grundformen eine gestalterische Vielfalt ermöglicht. Besonders hervorgehoben wurde die gelungene Verbindung von technischer Machbarkeit und hoher gestalterischer Eigenständigkeit.

Mit dem zweiten Platz wurde „Mono“ von Daniel Streilein und Henry Boy von Boldextrusion Ventures aus Hamburg, einem Designstudio für großformatige 3-D-Drucklösungen, ausgezeichnet. Die sicht- und spürbaren Drucklinien werden bewusst als Designelement eingesetzt und verbinden strukturelle Eigenschaften des Materials mit einem eigenständigen ästhetischen Ausdruck.

Den dritten Platz belegte das „Re:PET System“ von Nick Geipel und Moritz Walter. Das modulare Hocker- und Tischsystem überzeugt durch seine reduzierte Formensprache und hohe Funktionalität. Der Entwurf folgt einem pragmatischen Ansatz und zeigt, wie durch minimale Materialkomplexität und intelligente Konstruktion flexible Nutzungsszenarien entstehen können.

Alle drei Konzepte werden auf der Orgatec als Prototypen am gemeinsamen Stand von Nowy Styl und Kusch+Co präsentiert.

Der erste Platz ging an „Lynka“ von Sascha Sartory. Abbildung: Nowy Styl
Der erste Platz ging an „Lynka“ von Sascha Sartory. Abbildung: Nowy Styl

Interdisziplinärer Dialog im Fokus

Neben der Preisverleihung bot die re:think convention ein Fachprogramm mit Vorträgen, Praxiseinblicken sowie einer Paneldiskussion. Im Panel diskutierte Moderatorin Janine Utsch gemeinsam mit Prof. Dr. Sascha Peters von Haute Innovation, Antonio Scaffidi, Designer und Gründer der Danish Design Makers, Sabrina Schreiner von Fraunhofer UMSICHT sowie mit Hendrik Busse, Geschäftsführer der Nowy Styl Deutschland GmbH, zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche. Deutlich wurde: Zirkuläres Design erfordert ein ganzheitliches Umdenken – von der Materialauswahl über die Gestaltung bis hin zu Nutzung und Wiederverwertung.

Plattform für nachhaltige Innovationen

Ergänzt wurde das Programm durch eine Ausstellung der zehn besten Wettbewerbsbeiträge der re:think design competition sowie durch Einblicke in das use2-Kompetenzzentrum.