So war die Light + Building 2026

Vom 8. bis 13. März 2026 haben auf der Light + Building in Frankfurt am Main knapp 2.000 Aussteller ein breites Spektrum an Lösungen präsentiert – von der Gebäudeelektrifizierung und -vernetzung bis hin zu Licht- und Designkonzepten für Architektur und Innenräume.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten hatte auch Einfluss auf die Besucherzahlen der Light + Building. Abbildung: Jochen Günther, Messe Frankfurt Exhibition GmbH
Die geopolitische Lage im Nahen Osten hatte auch Einfluss auf die Besucherzahlen der Light + Building. Abbildung: Jochen Günther, Messe Frankfurt Exhibition GmbH

In den sechs Tagen kamen insgesamt 144.767 Besucher (2024: 151.192, 2022: 92.838 Besucher, 2018: 220.000) aus 143 Ländern zur Light + Building nach Frankfurt am Main. Die meisten internationalen Gäste reisten aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland an. Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten mit temporären Ausfällen wichtiger Flugdrehkreuze, insbesondere in Dubai, führten dazu, dass nicht alle Besucher wie geplant anreisen konnten. Unabhängig davon bestätigte die Veranstaltung ihre Verankerung in Deutschland sowie in Zentral- und Westeuropa und ihre Bedeutung als internationaler Branchentreffpunkt für Industrie, Handwerk, Planung und Architektur. Auf der Messe präsentierten sich 1.927 Aussteller aus 49 Ländern (2024: 2.169, 2022: 1.531, 2018: 2.714).

Vom Energieverbraucher zum aktiven System

Im Gebäudebereich zeigte die Light + Building 2026, dass sich Gebäude vom reinen Energieverbraucher zum aktiven Bestandteil eines intelligenten Energiesystems entwickeln. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude, Netz und E-Mobilität zunehmend miteinander und eröffnen neue Möglichkeiten für Energieeffizienz und Systemstabilität. Gleichzeitig rückte der Bestand stärker in den Fokus: Modulare, skalierbare Lösungen erleichtern die energetische Modernisierung und machen die Nachrüstung effizient und wirtschaftlich umsetzbar. Digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces vereinfachen Installation und Betrieb, während sichere Ladeinfrastruktur und zuverlässige Systeme für kritische Anwendungen an Bedeutung gewinnen. Die Branche treibt damit die nächste Entwicklungsstufe der Gebäudetechnologie mit dem Ziel voran, Gebäude ganzheitlich, flexibel und zukunftsfähig auszurichten.

Im Lichtbereich der Messe lag der Fokus auf vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen. Abbildung: Pietro Sutera, Messe Frankfurt Exhibition GmbH
Im Lichtbereich der Messe lag der Fokus auf vernetzten Leuchten und KI-gestützten Steuerungen. Abbildung: Pietro Sutera, Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Intelligent gesteuert und atmosphärisch inszeniert

Im Lichtbereich zeigte sich, dass sich Beleuchtung zunehmend zu einem datenbasierten, adaptiven System entwickelt. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen ermöglichen eine präzise, bedarfsgerechte Lichtverteilung, die sich automatisch an Anwesenheit, Tageslicht und Nutzungsszenarien anpasst. Über alle Anwendungsfelder hinweg – vom privaten Wohnraum über Hotellerie und Handel bis hin zu Industrie und urbanen Infrastrukturen – standen vernetzte, flexibel skalierbare Lösungen im Mittelpunkt. Gleichzeitig bleibt Licht ein zentrales Gestaltungselement der Innenarchitektur: Hochwertige Leuchten, vielfältige Designsprachen und fein abgestimmte Lichtfarben schaffen Atmosphäre, lenken Wahrnehmung und steigern die Aufenthaltsqualität. Nachhaltige Materialien, langlebige Komponenten sowie kreislauffähige Produktdesigns unterstreichen die langfristige Ausrichtung der Branche. Die Entwicklung geht damit klar in Richtung einer neuen Generation ganzheitlicher Lichtkonzepte, die technologische Präzision mit emotionaler Wirkung verbinden.

Die nächste Light + Building findet vom 5. bis 10. März 2028 in Frankfurt am Main statt.