Entwicklungen in der Immobilienbranche: PMRE Monitor 2026

„Innovationsradar: Der richtigen Spur folgen!“ Unter diesem Titel hat die Forschungs- und Beratungsplattform CC PMRE in ihrer 20. Marktanalyse einen Kompass für innovatives Handeln in der Immobilienwirtschaft erstellt. Wichtige Themen sind die Gestaltung von Büroarbeitsflächen und KI.

Der aktuelle PMRE Monitor 2026 thematisiert, wie Innovation in der Immobilienwirtschaft gelingen kann. Abbildung: CC PMRE, Screenshot
Der aktuelle PMRE Monitor 2026 thematisiert, wie Innovation in der Immobilienwirtschaft gelingen kann. Abbildung: CC PMRE, Screenshot

Die aktuelle Marktanalyse des CC PMRE ist in Zusammenarbeit mit der HTW Berlin, der Hochschule 21 und der Cctm Real Estate & Infrastructure AG in Basel entstanden. Für die Studie wurden 193 Wirtschaftsexperten (Fach- und Führungskräfte der Immobilienbranche in der DACH-Region) und 112 Vertreter der Generation Z befragt. Zu den Erkenntnissen gehören unter anderem diese drei.

#1 Bürogestaltung ist innovationsentscheidend

Besonders interessant für die Bürovermarktung: Die Arbeitsumgebung bestimmt den Innovationserfolg, so die Studie. Den geringsten Einfluss hat die umgebende Stadt, dann nimmt die Wirkung konstant über das Quartier, das Gebäude bis hin zur Fläche zu. Und es kommt noch besser: Auch Produktivität, Prozesseffizienz und die Unternehmenskultur werden stimuliert. Von diesem Zusammenhang ist auch Steffen Rümmler, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Siemens Real Estate und Mitglied des Forschungsausschusses, überzeugt: „Kreativität ist keine Frage der Lage. Sie entsteht, wo Menschen Raum für Begegnung und Austausch haben. Mit innovativen Bürolösungen gestalten wir die Zukunft und fördern die Produktivität von Unternehmen.“

#2 KI schafft Innovation und reduziert Büroflächen

Ist KI ein Innovationsmotor? Ja. KI beflügelt die Kreativität. Doch sie zwingt die Branche auch zu fundamentalen Veränderungen: KI wird den Personalbedarf in der Branche um 25 Prozent reduzieren. Damit ist jeder vierte Arbeitsplatz überflüssig. Wenn KI Arbeitskräfte einspart, dann verringert sich auch der Flächenbedarf. Aus Sicht der Studienteilnehmer liegt die Reduktion der Büroflächen bei 24 Prozent. Als Zeitpunkt für deutlich spürbare Personal- und Flächenreduktionen spricht man im diesjährigen PMRE-Monitor vom Jahr 2029.

#3 KI erfordert neue Personalentwicklungskonzepte

Der Gender Gap ist bekannt, KI bringt den Age Gap hervor. Die Gen Z nutzt generative KI-Lösungen intensiver und ist begeistert: Effizienz-, Kreativitäts- und Zufriedenheitswerte steigen überdurchschnittlich (7,5 bzw. 22 Prozent). Die Zufriedenheit der Altersgruppe 50+ sinkt jedoch gegenüber dem Mittelwert (-3 Prozent). Personaler müssen Ängste vor KI oder Überforderung ernst nehmen, um Spaltungen in der Belegschaft zu verhindern. Marcus Hübner, Geschäftsführer Hochschule 21 und Kooperationspartner unterstreicht: „Der demografische Wandel erfordert zwangsläufig eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Die Kooperation aus Silver Society und Generation Z schafft Reibung, aus der jedoch Innovationsdynamik entstehen kann.