Der Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS) hat trotz eines herausfordernden Marktumfelds eine positive Bilanz für das vergangene Jahr gezogen: Mit einem Gesamtumsatz von 12,4 Milliarden Euro bleibt der Markt für PBS-Artikel ein wichtiges Geschäftsfeld.

Im Vergleich zu 2024 entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,8 Prozent (Quelle: IFH Köln), der vor allem durch unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Sortimentsgruppen geprägt ist.
Entwicklung der Sortimentsgruppen
Die Umsatzentwicklung innerhalb der PBS-Sortimente zeigt ein differenziertes Bild: Während Verbrauchsmaterial und EDV-Zubehör um 3,9 Prozent zulegen konnten und nun 0,5 Milliarden Euro erreichen, mussten Schreibgeräte und Büroplatzzubehör Einbußen von 2,2 Prozent hinnehmen und liegen bei 1,3 Milliarden Euro. Besonders spürbar war der Rückgang bei Bürokommunikations- und Spezialpapier, das um 4,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro sank. Demgegenüber konnten Briefumschläge, Geschäftsbücher sowie Ordnungs- und Archivierungslösungen um 4,3 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zulegen, während Kalender sowie Ansicht- und Grußkarten mit einer stabilen Entwicklung von +0,2 Prozent bei 1,3 Milliarden Euro kaum Veränderung zeigten. Insgesamt verdeutlichen die Zahlen, dass einzelne Segmente trotz leichter Rückgänge im Gesamtumsatz stabile Umsatzpfeiler für den Fachhandel bleiben, so der HBS.

Schulstart als wichtiger Umsatztreiber
Das Schulsegment, traditionell ein wirtschaftlich bedeutsamer Bereich des PBS-Marktes, zeigt sich weiterhin robust: Für 2025 prognostiziert der HDE einen Umsatz von rund 725 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber 2024 (702 Millionen Euro) entspricht. Trotz leicht rückläufiger Einschulungszahlen bleibt der Schulstart ein starker Impulsgeber für den Fachhandel. „Der stabile Umsatz zum Schulstart zeigt, dass Eltern und Schüler weiterhin Wert auf funktionale und nachhaltige Produkte legen. Unsere Branche kann mit kompetenter Beratung und einem hochwertigen Sortiment punkten – das bleibt auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld der entscheidende Vorteil des Fachhandels“, betont Michael Ruhnau, Präsident des HBS.
Branchentrends und Ausblick
Die PBS-Branche steht weiterhin vor strukturellen Herausforderungen: Digitalisierung, Kaufzurückhaltung und Inflationsdruck wirken spürbar auf die Nachfrage. Gleichzeitig eröffnen neue Arbeits- und Lernformen, die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und die Innovationskraft der Industrie Chancen für das Wachstum einzelner Segmente. „Beratung, Service und Qualität bleiben die zentralen Erfolgsfaktoren. Wer diese Stärken ausspielt, kann die Chancen nutzen, die der Markt auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten bietet“, so Michael Ruhnau abschließend.

