3 Tipps für den Umgang mit negativen Bewertungen

Kun­den­be­wer­tun­gen ent­schei­den heute oft­mals über den Er­folg oder Miss­er­folg in der Ge­schäfts­welt. Jan Bar­tels, Ge­schäfts­füh­rer der Mo­ni­to­ring-Platt­form Web­bo­sau­rus, hat drei Tipps für Un­ter­neh­men und Händ­ler zum pro­fes­sio­nel­len Um­gang mit die­ser Kri­tik und un­zu­frie­de­nen Kun­den.

Professionelles Review-Management kann für Unternehmen und Händler wichtige Vorteile bringen. Abbildung: Athree23, Pixabay
Pro­fes­sio­nel­les Re­view-Ma­nage­ment kann für Un­ter­neh­men und Händ­ler wich­ti­ge Vor­tei­le brin­gen. Ab­bil­dung: Athree23, Pixabay

Die Viel­zahl der Nut­zer in­for­miert sich an­hand an­de­rer Mei­nun­gen vorab über Pro­duk­te, Ar­beit­ge­ber, Ho­tels etc. Das Haupt­au­gen­merk liegt dabei häu­fig auf ne­ga­ti­ven Be­wer­tun­gen, weil diese schnell Schwach­stel­len und Män­gel auf­zei­gen, sei es am Pro­dukt oder der Ser­vice-Dienst­leis­tung.

Tipp #1: Eine Stra­te­gie de­fi­nie­ren

Eine klare Stra­te­gie ist die Grund­la­ge, um ne­ga­ti­ven Be­wer­tun­gen im bes­ten Fall in po­si­ti­ve zu ver­wan­deln und Kun­den lang­fris­tig an das Un­ter­neh­men zu bin­den. Im ers­ten Schritt soll­te dafür fest­ge­legt wer­den, wel­che Per­so­nen für das Re­view-Ma­nage­ment und -Mo­ni­to­ring im Un­ter­neh­men zu­stän­dig sind. Zudem soll­ten ne­ga­ti­ve Be­wer­tun­gen stets prio­ri­tär be­han­delt und be­ant­wor­tet wer­den, da diese ge­ge­be­nen­falls in­ter­ne Rück­spra­chen er­for­dern. Wich­tig: Die meis­ten Be­wer­ten­den er­war­ten eine Rück­mel­dung zu ihrem Pro­blem. Eine Ant­wort­zeit von 24–48 Stun­den ist hier­bei er­fah­rungs­ge­mäß aus­rei­chend.
Op­ti­ma­ler­wei­se be­dan­ken sich Un­ter­neh­men dar­über hin­aus für po­si­ti­ve Be­wer­tun­gen und wert­schät­zen somit, dass sich ihre Kun­den Zeit für eine Be­ur­tei­lung ge­nom­men haben. Eine ein­heit­li­che An­spra­che sowie die pas­sen­de Si­gna­tur und Schluss­for­mel sor­gen in die­sen Fäl­len stets für ein kon­sis­ten­tes (ex­ter­nes) Auf­tre­ten.

Tipp #2: Pro­fes­sio­nell und lö­sungs­ori­en­tiert re­agie­ren

Ist der Rah­men ge­schaf­fen, stellt sich die Frage nach dem „Wie“. Hier­bei macht – wie so häu­fig – der Ton die Musik. Das be­deu­tet, dass Feed­back nie­mals per­sön­lich ge­nom­men und stets sach­lich ana­ly­siert wer­den soll­te. Eben­falls emp­fiehlt es sich, die Per­spek­ti­ve der Kun­den ein­zu­neh­men, um deren An­lie­gen voll­stän­dig zu ver­ste­hen. Das Ziel soll­te dabei immer ein Lö­sungs­an­ge­bot an den Kun­den sein.

Die Ant­wort er­folgt am bes­ten höf­lich, in­di­vi­du­ell und kon­struk­tiv. Ent­spre­chend gilt es, im An­schluss Maß­nah­men zu in­iti­ie­ren, damit Wor­ten auch Taten fol­gen. Eine zeit­na­he und pro­fes­sio­nel­le Re­ak­ti­on stärkt im Falle von ne­ga­ti­ven Be­wer­tun­gen die Kun­den­bin­dung und ani­miert viele Kun­den, ihr vor­mals schlech­tes Feed­back ins Po­si­ti­ve zu kor­ri­gie­ren.

Tipp #3: Ne­ga­ti­ves Feed­back als Chan­ce ver­ste­hen

In Be­wer­tun­gen steckt für Un­ter­neh­men viel Po­ten­zi­al – zum Bei­spiel be­darf es kei­ner teu­ren Mei­nungs­for­schung, denn die Nut­zer geben frei­wil­lig ihr au­then­ti­sches und ehr­li­ches Feed­back ab. Un­ter­neh­men müs­sen es le­dig­lich ein­sam­meln. Die kon­ti­nu­ier­li­che Ana­ly­se der ne­ga­ti­ven Be­wer­tungs­as­pek­te of­fen­bart schnell die „Pain Points“ der Ziel­grup­pe und er­mög­licht die Ent­wick­lung neuer Fea­tures, sei es im Ser­vice oder für das Pro­dukt bzw. die Dienst­leis­tung selbst.

Lö­sungs­ori­en­tier­te Ant­wor­ten auf Kun­den­stim­men ver­deut­li­chen po­ten­zi­el­len In­ter­es­sen­ten au­ßer­dem, dass ein Un­ter­neh­men sei­nen Kun­den Gehör schenkt und ihre Worte ernst nimmt.

Bo­nus-Tipp: Ne­ga­ti­ve Be­wer­tun­gen lö­schen las­sen?

Ei­ni­ge Un­ter­neh­men su­chen bei ne­ga­ti­ven Be­wer­tun­gen den Rat eines An­walts. Ge­recht­fer­tig­te oder reale Er­fah­rungs­be­rich­te zu lö­schen, führt je­doch häu­fig zu noch mehr Kri­tik. Im schlech­tes­ten Fall sogar zu einem „Shits­torm“, des­sen Aus­wir­kun­gen die eines ne­ga­ti­ven Kom­men­tars weit­aus über­stei­gen kön­nen. Daher ist das Ant­wor­ten in jedem Fall der bes­se­re Weg. Ziel­ge­rich­te­te Lö­sungs­vor­schlä­ge füh­ren zwar nicht immer zu einer Be­wer­tungs­kor­rek­tur, al­ler­dings zeich­nen sie ein au­then­ti­sches Mei­nungs­bild und zei­gen, dass sich das Un­ter­neh­men oder der Händ­ler mit der Re­ak­ti­on der Kun­den be­fasst.

Von kon­struk­ti­vem Feed­back zu un­ter­schei­den sind hin­ge­gen Be­lei­di­gun­gen, Spam, Falsch­aus­sa­gen, Dis­kri­mi­nie­rung oder die Nen­nung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten. Diese Be­wer­tun­gen soll­ten der je­wei­li­gen Platt­form un­ver­züg­lich ge­mel­det und im al­ler­letz­ten Schritt recht­lich ver­folgt wer­den.

Pro­fes­sio­nel­les Re­view-Ma­nage­ment für Un­ter­neh­men

Auf­grund der gro­ßen Menge an Por­ta­len und On­line-Be­wer­tun­gen haben viele Un­ter­neh­men kei­nen voll­stän­di­gen Über­blick, was über sie ge­schrie­ben wird. Damit geht das Re­view-Ma­nage­ment und -Mo­ni­to­ring im Bü­ro­all­tag schnell ein­mal unter. Pro­fes­sio­nel­le Tools er­mög­li­chen es, alle Be­wer­tun­gen ef­fi­zi­ent zen­tral zu ver­wal­ten, schnell zu re­agie­ren und wert­vol­le Daten und In­for­ma­tio­nen zur Ver­bes­se­rung von Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen zu er­he­ben. So wis­sen Ver­ant­wort­li­che stets, was genau in wel­chen Fäl­len zu tun ist. Indem Un­ter­neh­men stra­te­gisch und pro­ak­tiv auf Kun­den­feed­back re­agie­ren, stär­ken sie die Be­zie­hung zu ihren Kun­den und ver­bes­sern gleich­zei­tig die Un­ter­neh­mens­re­pu­ta­ti­on im Netz.

 

Autorenportrait_Jan Jan Bar­tels,

Ge­schäfts­füh­rer,
Web­bo­sau­rus.

web­bo­sau­rus.de